Kondominium News

NEWS AUS DER KONDOMINIUMSWELT

Fortbildungspflicht für Verwalter

veröffentlicht um 17.12.2014, 10:50 von ERPA Amministrazioni   [ aktualisiert: 17.12.2014, 10:54 ]

Mit dem Ministerialdekret 140 vom 13. August 2014, veröffentlicht im Amtsblatt Nr. 222 vom 24.09.2014 und am 09. Oktober 2014 in Kraft getreten, wurden endlich die Regeln der Fortbildungspflicht für Kondominiumsverwalter festgelegt. Wer als Hausverwalter tätig ist, muss ab jetzt jedes Jahr einen Kurs mit einer Dauer von mindestens 15 Stunden besuchen und eine Abschlussprüfung bestehen. Verwalter, die sich nicht fortbilden werden, dürfen in Zukunft diesen Beruf nicht mehr ausüben und die Miteigentümer können in solchen Fällen eine Versammlung sofort einberufen, um einen neuen Verwalter zu bestellen.
Diese Regelung ist, trotz einiger Lücken, eine der wenigen wirklich positiven Neuerungen der sog. Kondominiumsreform, sowohl für die Miteigentümer, da die Qualität der Leistungen steigen wird, als auch für die Profiverwalter, die nicht mehr gegen unvorbereitete wenn nicht sogar skrupellose Konkurrenten durchsetzten müssen.

Verlängerung Landesbeitrag und Fristen für den Einbau von Thermostatventilen und Heizkostenverteilern in Südtirol

veröffentlicht um 15.12.2014, 04:07 von ERPA Amministrazioni

Die Autonome Provinz Bozen hat mit Beschluss der Landesregierung vom 2. Dezember 2014, Nr. 1457, die Fristen für die Installation von Vorrichtungen zur automatischen Temperaturregelung und zur verbrauchsabhängigen Erfassung und Abrechnung des Energiebedarfs für Heizung, Kühlung und Warmwasser jeder Liegenschaftseinheit bis zum 31. Dezember 2016 verlängert; die Fristen sind also den auf nationaler Ebene vorgesehenen Fristen vereinheitlicht.

Begründung: «Eine große Anzahl an Mehrfamilienhäusern ist in Südtirol zum Einbau der Systeme zur verbrauchsabhängigen Erfassung des Energiebedarfs verpflichtet. Der fristgerechte Einbau innerhalb 31. Dezember 2014 gemäß Beschluss der Landesregierung vom 15. April 2013, Nr. 573, ist oftmals nicht möglich, da die Mehrheitsfindung für die Realisierung dieser Maßnahme in den Eigentümerversammlungen oft schwierig ist.»

Um den Bürgern weiterhin eine finanzielle Unterstützung zu gewährleisten und somit eine zügige Umsetzung der Richtlinie zu erreichen, wurde gleichzeitig auch die vorgesehene Frist für die Gewährung von Zuschüssen (bis zu 30% der Ausgaben) um ein Jahr bis zum 31. Dezember 2015 verlängert. Die Gesuche müssen jedoch innerhalb 30. September 2015 eingereicht werden.

Ernennung des Kondominiumverwalters durch das Gericht

veröffentlicht um 03.11.2014, 09:59 von ERPA Amministrazioni

Die Rechtsgrundlage für die Zuteilung eines Verwalters durch das Gericht liegt in Artikel 1129 vom Zivilgesetzbuch (ZGB). Der Antrag wird mit Rekurs erhoben und kann mit oder ohne Beistand eines Rechtsanwaltes gestellt werden, da es zu den Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit (d.h. es handelt sich nicht um ein Streitverfahren) zählt.
Der Antrag muss von einem oder mehreren Miteigentümern beim örtlich zuständigen Landesgericht, in dessen Sprengel das Kondominium liegt, eingebracht werden.
Dabei ist der Einheitsbeitrag von 98,00 € eingezahlt werden, und es wird eine Stempelmarke zu 27,00 € als pauschale Gebühr für Zustellungen benötigt. Da sich die Beträge ändern könnten, sollten Sie sich vorher beim jeweiligen Gericht genau informieren.
Im Rekurs muss die Notwendigkeit der gerichtlichen Bestellung eines Verwalters dargelegt werden (das Versammlungsprotokoll, woraus ersichtlich ist, dass sich die Versammlung geweigert hat, einen Verwalter zu ernennen, muss wohl beigelegt werden), der Antrag einer gerichtlichen Bestellung muss ausdrücklich gestellt werden, sowie der Antrag der Festlegung eines Termins für die Gerichtsverhandlung. Der Richter wird also einen Verhandlungstermin und die Fristen festlegen, innerhalb wann der Antragsteller den Rekurs den Miteigentümern, die den Rekurs nicht gestellt haben, zustellen muss, da alle Miteigentümer das Recht haben, in der Verhandlung zu erscheinen.
Der Beistand eines Rechtsanwaltes ist stets anzuraten, um Formfehler zu vermeiden.

Verbrauchsabhängige Abrechnung der Kosten für Heizung, Kühlung und Warmwasseraufbereitung

veröffentlicht um 28.10.2014, 09:48 von ERPA Amministrazioni   [ aktualisiert: 03.11.2014, 09:19 ]

Ab dem 1. Januar 2017 besteht italienweit die Pflicht, die Kosten für Heizung, Kühlung und Warmwasseraufbereitung - falls sie durch eine gemeinschaftliche Anlage bereit gestellt werden - verbrauchsabhängig zu verrechnen gemäß technischer Norm UNI 10200. Es wird immerhin die Möglichkeit eingeräumt, in der erste Heizperiode die Aufteilung ausschließlich gemäß Tausendstel vorzunehmen.
Die Unterlassung des Einbaus der Meßgeräte bzw. der Zähler innerhalb 31.12.2016 und also der verbrauchsabhängigen Kostenverteilung wird mit einer Verwaltungsstrafe von 500 Euro bis 2.500 Euro bestraft.
Diese Pflicht wurde mit Artikel 9 des Legislativdekrets vom 4. Juli 2014, Nr. 102 eingeführt.

In der Provinz Bozen besteht diese Pflicht bereits ab 1. Januar 2015, es sind jedoch keine Sanktionen vorgesehen.

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